MrCake wünscht sich immer im letzten Moment (und am liebsten Sonntags, wenn die Geschäfte geschlossen haben...) einen Kuchen/eine Torte und glaubt wohl, dass ich die Zutaten dann einfach so aus dem Ärmel zaubern kann. So war es auch am vergangenen Wochenende, als er Sonntags plötzlich Lust auf Streuselschnecken hatte. Für Streuselschnecken nimmt man ja eigentlich einen Hefeteig, aber Hefe hatte ich natürlich keine mehr...
Zum Glück begleitet mich aber seit einiger Zeit ein ganz wunderbares Backbuch, dass ich Euch schon ewig vorstellen wollte: "Ich helf Dir backen: Süßes und Pikantes" von Hedwig Maria Stuber. Meine Schwester hat es vor Jahren mal von unserer Mama zum Geburtstag bekommen und im letzten Jahr habe ich es mir nun endlich nachgekauft. Darin habe ich dann ein Rezept für einen Streuselkuchen gefunden, dass ich (wie kreativ...) in Streuselschnecken umgewandelt habe.
"Ich helf Dir backen" ist ein sehr umfangreiches und eher traditionelles Grundbackbuch. Zuerst werden alle wichtigen Teigarten, Cremes, Füllungen, Glasuren und deren Herstellung erklärt und Tipps und Tricks verraten. Dann geht es weiter mit dem Rezeptteil, der in Unterkategorien wie Kuchen, Stückgebäck, Torten, Brot und Brötchen, herzhaftes Backen o. ä. eingeteilt ist. Wer moderne Rezepte wie z. B. von Cupcakes sucht, ist mit diesem Buch eher nicht so gut beraten, denn die fehlen völlig (das wusste ich aber vorher!).
Habt Ihr schon einmal selbst Windbeutel oder Liebesknochen (= Eclairs) gebacken? Ich habe es vor Jahren mal nach diesem Rezept ausprobiert und es klappte ganz wunderbar. Mit Pudding gefüllt und Schokolade überzogen sind Liebesknochen einfach ein Traum!
Ich überlege gerade, was ich noch so alles mal nachgebacken habe: Mohn-Käsekuchen mit Kirschen (sehr lecker!), einen einfachen Käsekuchen, Spritzkuchen (die sind mir damals im zu heißen Fett aber nicht sonderlich gut gelungen), eine Schokoladentorte und eine Nusstorte. Wie gesagt, es sind fast alles ganz normale Rezepte, die kaum außergewöhnliche Zutaten oder Schnick-Schnack benötigen und das finde ich hier gerade so toll!
100 g Magerquark
50 ml Öl
50 ml Milch
50 g Zucker
1/2 Vanillezucker
200 g Mehl
1/2 Packung Backpulver
- Quark, Öl und Milch vermischen
- Zucker und Vanillezucker unterrühren
- Mehl und Backpulver mischen, dazugeben
- Teig gut durchkneten und dann 30 Minuten ruhen lassen
150 g Mehl
100 g Zucker
100 g Butter
1/2 TL Zimt
etwas Milch
Puderzucker
etwas Wasser
- alle Zutaten (bis auf die Milch) zu Streuseln verkneten
- Teig in sieben Teile teilen und mit der Hand zu dünnen Fladen formen
- dünn mit Milch bestreichen und die Streusel großzügig darauf verteilen
- bei 180 °C backen, bis der Rand schön goldbraun geworden ist
- aus Puderzucker und Wasser einen Zuckerguss anrühren und damit die
abgekühlten Streuselschnecken bestreichen/beträufeln
Die Teilchen waren sehr lecker, schmeckten aber natürlich nicht wie die richtigen Hefe-Streuselschnecken vom Bäcker. Warum sie überhaupt "Schnecken" heißen, obwohl sie nicht gerollt sind o. ä., konnte ich nicht wirklich herausfinden. Überhaupt scheinen Streuselschnecken so wie ich sie kenne nicht überall bekannt zu sein?! Gibt es sie auch bei Euch und wenn ja, aus welcher Gegend von Deutschland kommt Ihr?
Copyright: © BLV Buchverlag
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